Wonder.me – Das Konferenztool der Zukunft?

Die Pandemie erschwert es uns zwar, dennoch sind Versammlungen möglich – nämlich virtuell!
Das aktive Zuhören auf vielen Meetingplattformen ist auf Dauer ziemlich anstrengend. Soziale Interaktionen bleiben meist auf der Strecke. Mittlerweile gibt es dafür eine (noch) kostenlose Lösung und die heißt: Wonder.me

Wonder.me - Das Konferenztool der Zukunft

@Canva

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von (Video-)Konferenztools um sich digital treffen zu können. Die rasante Entwicklung wurde nicht zuletzt durch Corona begünstigt. Viele Firmen wollen diese auch später umfassender nutzen um lange Reisen zu Meetings zu vermeiden. Neben Teams im Homeoffice oder BigBlueButton im Homeschoolung kommen immer mehr Konferenz-Anwendungen auf den Markt. In diesem Artikel wollen wir Wonder.me unter die Lupe nehmen. Wonder.me bietet statt dem klassischen Vortragemodus bei Videokonferenzen dynamische Gruppengespräche an und ist somit eine gute Ergänzung für die Seminararbeit. Wie das alles funktioniert und was genau Wonde.me alles kann, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Was ist Wonder.me?

Wonder.me - Was ist das?

@Wonder.me

Wonder.me bietet einen virtuellen Raum an, in dem sich Menschen treffen und angeregte Diskussionen führen können. Den virtuellen Raum kann man sich wie einen echten Raum vorstellen. Der Nutzer ist in der Lage, andere Teilnehmer:innen zu orten oder sich einer beliebigen Unterhaltung nähern um an ihr teilzunehmen. Wonder.me ist kein unbekannter Name. Abgesehen von vielen kleinen Unternehmen, Meetups und Unternehmensnetzwerken, wird Wonder.me bislang auch von internationalen Unternehmen wie Amazon, Deloitte und Institutionen wie Harvard University oder NASA benutzt. Das Start-Up aus Berlin möchte mit Wonder.me den sozialen Raum virtuell wieder erlebbar machen. Mittlerweile nutzen um die 200.000 Menschen monatlich Wonder.me.

Welche Funktionen hat Wonder.me?

Wonder.me bietet Nutzer:innen eine Broadcast Funktion, die man als virtuelle Bühne betrachten kann. Diese fungiert an erster Stelle für Begrüßungen und Podiums-Diskussionen. Es können bis zu 6 Personen sprechen, währenddessen sind sämtliche Gruppengespräche blockiert.

Der Host kann in dem großen Raum kleine Areas erstellen und sie benennen. Break-Out Rooms wie in Zoom gibt es hier nicht! Die Teilnehmenden können frei entscheiden, welche Areas sie besuchen möchten bzw. welche sie interessieren – das Resultat: dynamische, offenere Gespräche. Die Areas können von den Teilnehmer:innen jeder Zeit verlassen werden. In dem großen Raum können bis zu 1500 Leute teilnehmen und bis zu 15 Areas erstellt werden. Es können bis zu 15 Personen an einer Unterhaltung teilnehmen. Der Host kann die Nutzer:innen wie bei Zoom nicht stummschalten, jedoch aus der Sitzung entfernen.

Wonder-Me Oberfläche

@Wonder.me

Um es für die Teilnehmer entspannter zu gestalten, kann der Host zu Beginn der Area oder Raum-Sitzungen Eisbrecher-Fragen festlegen. Es gibt jedoch auch bereits vorgefertigte Fragen wie z.B. „Trägst du gerade eine Hose ?“. Diese Frage muss von dem Gast bzw. der Gäste beantwortet werden, um der Area oder dem Raum beitreten zu können. Dies heitert die Situation etwas auf und lockert die Spannung. Des Weiteren ist es möglich, Unterhaltungen zu sperren, die jeweiligen Räume mit Passwörtern zu schützen, Nachrichten an einzelne Personen, Areas oder Gruppen zu versenden, und Benutzer bei Regelmissachtung zu sperren.

Wonder.me funktioniert sowohl auf dem Laptop als auch auf dem PC Display, jedoch noch nicht ganz einwandfrei auf dem Smartphone. Es ist zwar möglich, in den jeweiligen Areas teilzunehmen, jedoch ohne Video. Bei Tablets wird Wonder.me bislang noch nicht unterstützt. Das Tool soll jedoch künftig weiter ausgebaut und mit neuen zusätzlichen Funktionen ergänzt werden. Auch wenn Wonder.me derzeit kostenlos ist, wird es vermutlich Ende 2021 ein auf Nutzung basiertes Preissystem geben – eine kostenlose Variante soll dennoch bestehen bleiben.

Wie sieht es mit dem Datenschutz auf Wonder.me aus?

Wonder.me ist ein Unternehmen, welches in Deutschland stationiert. Es werden laut Wonder.me nur Daten gesammelt, die wesentlich wichtig für die bestmögliche Benutzererfahrung sind. Die Datenverarbeitung läuft jedoch über einen Dienstleister in den USA. Die Datenschutzbestimmungen können Sie hier nachlesen: https://www.wonder.me/policies/privacy-policies

Wir weißen darauf hin, dass der Nutzer des hier besprochenen Tools für die Einhaltung des kirchlichen Datenschutzgesetzes (DSG-EKD) und eventueller Verarbeitung von personenbezogenen Daten in Drittländern (z.B. USA)selbst verantwortlich ist.

Fazit

Wonder.me bietet eine gute Abwechslung zu Zoom, BBB oder Microsoft Teams. Es muss nicht runtergeladen werden, sondern kann bequem über den Browser geöffnet werden.  Die Darstellung bzw. die Grundfunktionen sind für viele Anfänger schwer zu begreifen, sodass man zu Beginn das Tool gut erklären sollte, da vieles nicht selbsterklärend ist. Bei steigender Teilnehmerzahl wird die Beweglichkeit der Teilnehmer:innen träge. Wonder.me eignet sich am besten für Endgeräte mit einem großen Bildschirm. Auf dem Smartphone ist es schwierig, die Darstellungsfläche zu erkennen, sodass eine große Versammlung daran scheitern könnte. Zudem gibt es häufig Schwierigkeiten mit der Aufzeichnung, da die Funktion nicht toolseitig vorhanden ist. Trotz mancher technischen Hürden hat Wonder.me das Potenzial in Zukunft eine große Rolle spielen zu können, da auch nach der Pandemie, digitale Treffen weiterhin eine gute Alternative zu langen Geschäftsreisen darstellen. Demnächst erscheint ein weiterer Artikel zur Handhabe von Wonder.me.

 


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2 Kommentare zu “Wonder.me – Das Konferenztool der Zukunft?

  1. Avatar Matthias Wagner sagt:

    Wie die Datenverarbeitung über einen US-Dienstleister DSGVO-konform sein soll, ist mir schleierhaft.

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