Widerstandsgruppe „Weiße Rose“: Film- und Literaturempfehlungen

Für den Unterricht und die Jugendarbeit haben wir Filme und Literatur zusammengestellt, die sich mit der Widerstandsgruppe befassen.

Spielfilme, kurze Filme im Literatur über die Widerstandsgruppe Weiße Rose um Hans und Sophie Scholl

Am 22. Februar jährt sich die Hinrichtung von Hans und Sophie Scholl sowie von Christoph Probst zum 75. Mal [Foto © Mungo1 | fotolia.com]

Die Widerstandsgruppe „Die Weiße Rose“ bekämpfte das NS-Regime. Am 22. Februar 1943 wurden die Geschwister Scholl und Christoph Probst hingerichtet. Ihr Vermächtnis ist ein Aufruf zur Zivilcourage. Folgende Medien befassen sich mit dem Widerstand in der NS-Zeit, der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ und den Geschwistern Scholl. Die folgenden Medien über die „Weiße Rose“ sowie Hans und Sophie Scholl sind geeignet, um sich der Zeit mit Jugendlichen anzunähern und die Themen Widerstand und Zivilcourage zu besprechen. Die Filme können über den Ökumenischen Medienladen unter der angegebenen Signatur ausgeliehen werden.


Kurzfilme

Widerstand in der NS-Zeit

Gemessen an einer Bevölkerung von ca. 70 Mio. ist die Zahl derer, die Widerstand gegen das NS-Regime geleistet haben, gering. Stauffenberg, Scholl und Elser gehören zu den bekanntesten Gegnern, stehen aber auch für unterschiedliche Gruppierungen des Widerstands, in die der Film Einblick gibt. Dabei werden die oft ambivalenten Lebensgeschichten und das politisch-gesellschaftliche Umfeld miterzählt, um Verständnis für die Umstände zu wecken und das Scheitern des Widerstands nachvollziehbar zu machen.

Petra Müller, Deutschland 2016, 23 Min., f.+sw, Dokumentarfilm
Altersempfehlung: ab 14 Jahre
Ausleihsignatur: DVK1614

Sofie’s Schwester

Die heute 85-jährige Elisabeth Hartnagel ist die letzte noch Lebende der fünf Geschwister Scholl. Elisabeth Hartnagel erzählt von ihrer Schwester Sofie, die ihr wie eine Zwillingsschwester ähnelte und doch so anders ist. Sie heiratete nach dem Tod ihrer Schwester deren Freund Fritz Hartnagel. Der Film zeigt erstmals den sozialen und kulturellen Hintergrund der fünf Scholl-Geschwister. Es wird deutlich, wie stark der familiäre Kontext das Denken und Handeln von Hans und Sofie Scholl geprägt hat.

Hanna Laura Klar, Deutschland 2006, 52 Min., f., Dokumentarfilm
Altersempfehlung: ab 14 Jahre
Ausleihsignatur: DVK462

Die Weiße Rose

Der Film vermittelt einen Einblick in die Biografien und Motive einzelner Mitglieder der Münchner Widerstandsgruppe, stellt deren Entstehung dar, Flugblattaktionen, Verhaftung und Verurteilung. Dabei kombiniert er verschiedene Gestaltungselemente: authentische Fotos der Mitglieder der Weißen Rose, die Dokumentarfilmszene eines Prozesses, Spielfilmszenen aus dem Film „Die weiße Rose“ von Michael Verhoeven, nachgestellte Szenen sowie mehrere Interviews mit Familienangehörigen von Willi Graf, Prof. Kurt Huber, Christoph Probst, Alexander Schmorell, Hans und Sophie Scholl.

Rudolf Schweiger, Deutschland 2004 (FWU) 20 Min., f., Dokumentarfilm
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Ausleihsignatur: DVK925


Spielfilme

Die weiße Rose

München 1942: Die Geschwister Hans und Sophie Scholl studieren an der Universität in München. Eines Tages gibt es dort eine Sensation: Flugblätter gegen Hitler sind aufgetaucht. Durch Zufall entdeckt Sophie, dass ihr Bruder Hans und seine Freunde Alex, Willi und Christoph die Verfasser des Flugblatts sind. Sophie versucht, Hans von seiner Untergrundarbeit abzubringen. Doch der bleibt hart: Der Widerstand ist notwendig. Nach Tagen der Angst und Unruhe entschließt sich Sophie mitzumachen. In verschiedenen Städten tauchen die Flugblätter „Weiße Rose“ auf. Trotz der verschärften Kontrollen in den Zügen bringt Sophie Hunderte von ihnen nach Ulm. Doch die Schlinge der Geheimen Staatspolizei zieht sich immer mehr zu, und im Frühjahr 1943 schlägt die Gestapo zu. Hans und Sophie werden vom Volksgerichtshof unter dem Vorsitzenden Richter Roland Freisler verurteilt und hingerichtet.

Michael Verhoeven, BRD 1982, 123 Min., f., Spielfilm, FSK: 12
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Ausleihsignatur: DVS227

Sophie Scholl – Die letzten Tage

Februar 1943: Bei einer Flugblatt-Aktion der studentischen Widerstandsgruppe „Die weiße Rose“ gegen die Nazi-Diktatur wird die junge Studentin Sophie Scholl (Julia Jentsch) zusammen mit ihrem Bruder Hans in der Münchner Universität verhaftet. Die tagelangen Verhöre bei der Gestapo entwickeln sich zu einem Psycho-Duell zwischen der jungen Frau und dem Gestapobeamten Robert Mohr. Sophie kämpft zunächst um ihre Freiheit und um die ihres Bruders, stellt sich schließlich durch ihr Geständnis schützend vor die anderen Mitglieder der „Weißen Rose“ und schwört ihren Überzeugungen auch dann nicht ab, als sie dadurch ihr Leben retten könnte. In einem Schnellverfahren verurteilt der Präsident des Volksgerichtshofs Roland Freisler (Andre Hennicke) sie zusammen mit ihrem Mitstreiter Christoph Probst zum Tod. – Der Regisseur Marc Rothemund konzentriert sich in seinem einfühlsamen Porträt auf die letzten 6 Lebenstage der Widerstandskämpferin, er stützte sich dabei auf die bis 1989 in einem DDR-Archiv weggeschlossenen Original-Verhörprotokolle der Gestapo.
Das Filmheft kann unter der Signatur Afi 212 in der Bibliothek entliehen werden, der Briefwechsel mit Fritz Hartnagel unter Taf 21 und das Buch zum Film unter Afi 219.

Marc Rothemund, Deutschland 2005, 116 Min., f., Spielfilm, FSK:12
Altersempfehlung: ab 12 Jahren
Ausleihsignatur: DVS276


Bücher

Sophie Scholl : Die Comic-Biografie

Zu einer Zeit als Deutschland scheinbar fest in der Hand des Nationalsozialismus war, verteilte Sophie Scholl mit der Weißen Rose Flugblätter gegen Terror und Faschismus. Doch während sie als überzeugte Pazifistin gegen Diktatur und für Gerechtigkeit kämpfte, machte ihr vier Jahre älterer Freund Fritz Hartnagel Karriere als Offizier der Deutschen Wehrmacht. Der Briefwechsel der beiden gibt einen neuen Einblick in das Leben und Denken Sophie Scholls und bildet die Grundlage dieser Comic-Biografie. Die feinen und detaillierten Zeichnungen lassen die Zeit und die starken Charaktere lebendig werden.

(Ill.) Ingrid Sabisch ; Heiner Lünstedt 2015
Ausleihsignatur: AIA49

Neben dem Comic finden Sie in der Bibliothek noch einige ältere, aber lohnenswerte Biografien, Unterrichtsmaterialien und Filmbegleitmaterialien.

Die Literaturliste über die "Weiße Rose" kann hier als PFD heruntergeladen werden.

Um Medien auszuleihen oder herunterzuladen, müssen Sie eine Mitgliedschaft im Ökumenischen Medienladen beantragen. Ausleihe von Spielfilmen für die Schule 1 Woche kostenfrei, andere Entleiher bekommen sie  zwei Tage kostenfrei. Die Buchentleihe ist kostenlos.


Medienpädagogische Fachbibliothek: Ausleihe und Kontakt

In unserer medienpädagogischen Fachbibliothek finden Sie ein breit gefächertes Angebot von rund 8.500 Büchern, Fachzeitschriften und grauer Literatur. Alles dreht sich um die Themen Film und Medien/Medienpädagogik sowie in kleinerem Umfang Religionspädagogik. Die Buchentleihe ist kostenlos.

Bei Ausleihe, Fragen oder Anregungen können Sie sich gerne an mich wenden:

Kerstin Thoma, Bibliothekarin im Evangelisches Medienhaus
Tel. 07 11/ 222 76 44
E-Mail: kerstin.thoma@evmedienhaus.de
Internet: http://www.oekumenischer-medienladen.de/bibliothek/

Öffnungszeiten:
Mo, Di + Do: 9.00 bis 16.30 Uhr , Mi + Fr: 9.00 bis 12.30 Uhr
Bestellte Medien können Sie auch zu jeder Tages- und Nachtzeit im Vorraum des Ökumenischen Medienladens abholen bzw. zurückbringen. Lassen Sie sich hierzu bitte den Türcode geben.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.