Was ist Medienpädagogik? Und wozu ist das gut?

Mit dem Smartphone kann heute jeder filmen, fotografieren und im Internet surfen – Medienpädagogik braucht da keiner mehr. Oder?

Medienpädagogik - was ist das eigentlich und wozu braucht man das?

Was ist eigentlich Medienpädagogik? Und wofür ist das überhaupt gut? [Foto © Rawpixel.com – fotolia.com]

Medienpädagogik? Das ist doch irgendwas mit Medien! Aber was geht mich das an, wenn ich weiß, wie ich mein Handy bediene? Und falls doch etwas ist, dann frag‘ ich Google … Ähnliche Sätze hört man als Medienpädagoge des Öfteren. Was Medienpädagogik ist, wozu sie dient und was wir Medienpädagogen so machen, dazu möchten wir Ihnen hier im Medienkompass einen Überblick geben:

Entwicklungen der Medienwelt

Der Umgang mit verschiedenen Mediengeräten wie Smartphones, Computer, Tablets aber auch Digitalkameras oder verschiedene Spielekonsolen ist heutzutage völlig normal und alltäglich – für viele ist der Gedanke ohne diese Geräte zu leben unvorstellbar. Dazu kommt, dass man mit den meisten dieser Geräte auch ein Zugang zum Internet hat:

  • Wir machen Fotos und teilen diese mit unseren Freunden.
  • Nachrichtendienste versorgen uns online mit den neusten Informationen der Welt.
  • Wir spielen übers Internet mit fremden Menschen Online-Spiele.

Dass all diese Dinge uns das Leben verschönern und so einfach funktionieren, kann auch tückisch sein. Sie lassen uns vergessen, wie groß und undurchsichtig das Internet ist und welche Macht mit Medien ausgeübt werden kann.

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Was will Medienpädagogik?

Die Medienpädagogik möchte, dass die Menschen mehr über die Hintergründe der Medienwelt erfahren und dadurch bewusster und auch verantwortungsvoller mit ihnen umgehen, kurz gesagt: eine gewisse Medienkompetenz erlangen. Außerdem ist es für viele zukünftige Bereiche wichtig, dass wir Medien zielgerichtet und selbstbestimmt einsetzen können. Dies muss für alle Menschen gelten, vor allem für Kinder und Jugendliche aber auch für ältere Menschen.

Was machen Medienpädagogen?

Die Aufgabe eines Medienpädagogen ist es, den Menschen mit aktiven und kreativen Methoden eine Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Medien zu ermöglichen.

  • Dazu gehört z.B. einen eigenen Film zu erstellen, damit man selbst erfahren kann, wie ein Film entsteht, was zu beachten ist und wie die Technik funktioniert. Das Verstehen und Beurteilen einer Fernsehsendung oder eines Films wird so erleichtert. Diese Erfahrung der Medienerziehung können selbst Kindergartenkinder z.B. anhand eines Trickfilms machen.
  • In Fortbildungen setzen sich Lehrkräfte, ErzieherInnen aber auch Eltern damit auseinander, wie ein Soziales Netzwerk funktioniert oder was man beim Herunterladen und Installieren von Apps beachten kann.
  • Jugendliche sollen erkennen, wie sie nicht nur konsumieren, sondern sich selbst im Internet sinnvoll verwirklichen und mitteilen können ohne unbequeme Konsequenzen befürchten zu müssen.

Sie sehen: Medienpädagogik betrifft jeden!

Noch Fragen? Hier geht es zur Abteilung Medien und Bildung des Evangelischen Medienhauses in Stuttgart.

Autorin: Susanne Zeltwanger-Canz


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Lena König
Lena König ist Expertin im Bereich e-Learning und berät zu Themen außerschulischer oder medialer Bildungsarbeit.
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