Trickfilm einfach selber machen

Trickfilme sind nicht nur etwas für professionelle Filmemacher. Mit einfacher Technik kann jeder kreativ werden und seinen eigenen Trickfilm erstellen.

Einen Trickfilm selber zu machen ist nicht kompliziert. Hier erfahren Sie, wie Sie mit Kindern selber einen Trickfilm machen können

Einen Trickfilm selber zu produzieren, klingt erst einmal kompliziert. Ist es aber nicht! Hier erfahren Sie, wie es geht

Sie wollen selber einen Trickfilm drehen? Das ist gar nicht so kompliziert.

Dass Filme eigentlich aus vielen Einzelbildern (um genau zu sein 24 Bildern pro Sekunde) bestehen, die unser Auge bei schneller Bildabfolge dann als Film wahrnimmt, veranschaulichen auch Daumenkinos. Der Trick ist, dass sich die Bilder jeweils nur um eine winzige Kleinigkeit unterscheiden. Wie viel Bilder ein Trickfilm wirklich braucht, wird aber erst bei der Produktion eines eigenen Trickfilms deutlich. Natürlich kann man sich auch leicht ausrechnen, dass 120 Minuten Trickfilm 7200 Sekunden (120×60 Sekunden) sind. Mit jeweils 24 Bildern pro Sekunde ergeben sich 172 800 Einzelbilder bei professionellen Trickfilmen.

Trickfilme selber zu machen ist nicht nur was für Profis

Gerade in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen bietet es sich an, Trickfilme selbst zu machen. Kinder und Jugendliche lassen sich schnell für die Trickfilm-Produktion begeistern und erwecken bereits mit 8 verschiedenen Bildern pro Sekunde unterschiedliche Gegenstände zum Trickfilm-Leben. Damit eine flüssige Bewegung entsteht, werden diese 8 Bilder von den Programmen automatisch 3 Mal abgebildet, so dass man wiederum auf 24 Bilder kommt. Für eine Minute Trickfilm sind das also 480 verschiedene Bilder (8 Bilder pro Sekunde mal 60 Sekunden). Aber zum Glück lässt sich eine Kurzgeschichte auch schon in 30 Sekunden, also mit 240 Einzelbildern, oder in 15 Sekunden mit 120 Einzelbildern erzählen.

Um eine flüssige Bewegung im Film zu erzeugen, benötigt man 8 Bilder pro Sekunde. Für eine Minute selbst gemachten Trickfilm sind 480 Bilder notwendig.

Drei einfache Produktionsschritte für einen Trickfilm

Beim Erstellen von Trickfilmen sollten Sie folgendes beachten:

1. Geschichte und Charaktere für den Trickfilm entwerfen

Wählen Sie am besten einfache, schnell erzählbare Geschichten mit einer überschaubaren Anzahl an Figuren. Welche Figuren werden verwendet? Von Marionetten, Knetfiguren, Lego oder Playmobil ist alles möglich. Bedenken Sie, dass pro Minute Trickfilm ca. 480 Bilder benötigt werden, damit die Bewegungen flüssig sind.

2. Drehort für den Trickfilm vorbereiten

Achten Sie auf die Lichtverhältnisse und konstante Grundbeleuchtung (z.B. unter Neonröhren). Bauen Sie Ihre Szenerie und Kulisse auf. Bei Aufnahmen in den Raum sollte die Mindesttiefe 50cm betragen. Der Drehort sollte zum Verstellen der Figuren gut zugänglich sein. Die Kamera muss einen festen Standort haben. Ein Stativ oder eine Tablethalterung » sind dabei besonders hilfreich.

3. Drehen des Trickfilms

Für eine Minute Trickfilm benötigen Sie ungefähr 480 Bilder. Eine ganze Menge! Nehmen Sie in den einzelnen Bildern nur kleine Detailänderungen pro Einstellung vor. Je mehr Bewegung im Bild ist, umso spannender wird der ganze Trickfilm. Ein letzter Tipp:  Viel Zeit einplanen!

Technische Möglichkeiten bei der Trickfilm-Produktion

Es gibt zwei einfache Möglichkeiten einen Trickfilm selbst zu machen.

1.  … mit der Trickbox »

Die Trickbox erlaubt Legetrickfilme mit einem beleuchteten Tisch schnell herzustellen. Über die an der Trickbox angebrachte Webcam können die Einzelbilder mithilfe des freien Computer-Programms „Monkey Jam“ aufgenommen und automatisch hintereinander zu einem Film zusammengesetzt werden. Die Vertonung des Trickfilms kann dann über ein Filmschnitt-Programm geschehen. Alternativ könnten die Einzelbilder auch von einer Fotokamera aufgenommen und als Standbild, das nur 1/24 Sekunde zu sehen ist, in ein Filmschnittprogramm eingespielt werden.

2. … mit dem Tablet »

Das Tablet ist ideal zum Erstellen von Trickfilmen, da mit ihm über die entsprechenden Apps sowohl Einzelbilder aufgenommen, bearbeitet und mit Ton versehen werden können. Zu empfehlen sind die (für iOS) kostenlose App „Lego Movie“(siehe Bild) oder die kostenpflichtige App „iStopMotion“ (siehe Bild), mit der auch Tonaufnahmen gemacht werden können. Beide Apps sind auf den ausleihbaren iPads im Geräteverleih vorinstalliert. Kurzanleitungen zu diesen Apps finden Sie hier »

Und zuletzt: Viel Spaß, wenn Sie Ihren eigenen Trickfilm erstellen!


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Seminar-Tipps: Filme einfach selber machen

Lena König

Lena König ist Expertin im Bereich e-Learning und berät zu Themen außerschulischer oder medialer Bildungsarbeit.

Lena König

8 Kommentare zu Trickfilm einfach selber machen

  1. Valencia Schmidt sagt:

    Guten tag, ich finde Ihre Artikel sehr informativ, aber welche App ich benutzen kann, wenn Android Tablet habe?

    Ich danke Ihnen.

  2. Sebastian Nokelsky sagt:

    Hi ich bin Sebastian.Ich habe eine Idee für einen Zeichentrickfilm und bin auf der Suche nach einem Partner der mit mir zusammen dieses Projekt durchführt.Leider waren meine bisherigen Versuche erfolglos.Könnt ihr mir weiter helfen.

    • Karola Kuhs Karola Kuhs sagt:

      Hallo Sebastian,
      es freut uns, dass du in der Trickfilmarbeit aktiv werden willst. Ruf mich doch einfach mal an unter 0711/22276-75 und wir können dein Projekt besprechen.

      Viele Grüße aus der Abteilung Medienpädagogik!

  3. trenvay sagt:

    Ein sehr schöner und hilfreicher Beitrag, leider habe ich so überhaupt keine Erwahrungen damit aber möchte gerne mal was lustiges drehen für die ganze Familie.

    Lg Trenli

  4. Stefan sagt:

    Hallo, ich lerne gerade das Filmen im Praktikum und möchte in meiner Freizeit auch Trickfilme drehen. Dann kann ich meinem kleinen Bruder Videos vorspielen, die ich für ihn gemacht habe. Danke für die Informationen :) Liebe Grüße

    • Karola Kuhs Karola Kuhs sagt:

      Lieber Stefan,
      schön, dass du unsere Infos zur Trickfilmarbeit gut gebrauchen kannst. Wir wünschen dir weiterhin viel Spaß bei deinen Trickfilmprojekten!

      Schöne Grüße aus dem Medienhaus,
      Karola Kuhs

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