Texte durch Überarbeiten besser machen

Einen Text zu überarbeiten, ist mitunter genauso wichtig wie das Schreiben selbst. Als ob Schreiben nicht anstrengend genug wäre!

Überzeugen Sie mit gutem Schreibstil. Die Überarbeitung des Textes hilft dabei [Foto © OLIINYKFOTO | fotolia.com]Hat man es endlich geschafft, einen Text auf Papier zu bringen, ist das noch nicht das Ende. Es ist leider wirklich so: Die meisten Texte haben es nötig, dass man sie überarbeitet. Nur dann werden sie gut bzw. noch besser.

Macht die Einleitung neugierig? Kommt der Schluss überraschend? Rundet er die Geschichte ab? Gibt es langweilige Wiederholungen oder Redundanzen? Erschweren Schachtelsätze das Lesen? Und nicht zuletzt: Stimmen Rechtschreibung und Zeichensetzung?

Wie man es dreht und wendet: Ohne Überarbeitung kommt kaum ein Text aus.

Allerdings ist es gar nicht so einfach, die nötige Distanz zum Geschriebenen aufzubauen. Wer hängt nicht an den eigenen Formulierungen, den Anekdoten oder Bildern. Als Autor ist man häufig zu sehr mitten im Geschehen. Hier einige Tipps, wie Korrigieren, Kürzen und Umschreiben doch noch zur Freude werden können:

Erhalten Sie die neuesten Tipps und Seminare 1 x pro Monat mit dem medienkompass-Newsletter.

Lassen Sie den Text reifen

Schlafen Sie über Ihrem Text. Oder noch besser: Lassen Sie ihn ein paar Tage liegen. Das geht natürlich nur, wenn Sie genug Zeit eingeplant haben und nicht erst kurz vor dem Abgabetermin fertig werden. Wenn es eng wird, laufen Sie um den Block oder topfen eine Zimmerpflanze um. Machen Sie einfach für eine Stunde etwas anderes. Legen Sie Zeit zwischen Schreiben und Überarbeiten. Dann fällt es leichter, die Schwächen des eigenen Texts wahrzunehmen.

Seien Sie kreativ

Setzen Sie sich zum Überarbeiten in den Garten oder ins Café. Lesen Sie sich oder anderen Ihren Text laut vor. Korrigieren Sie am Ausdruck. Wechseln Sie Schrift und Schriftgröße. Kurz: Nutzen Sie verschiedene Möglichkeiten, um Abstand zum Geschriebenen zu gewinnen. So fällt es Ihnen leichter, schräge Formulierungen zu finden, den verlorenen roten Faden neu zu knüpfen oder Rechtschreibfehler auszumerzen.

Lassen Sie sich Zeit

Oft ist es effizienter, eine schnelle Rohfassung in die Tasten zu hauen und dann in Ruhe zu überarbeiten, als beim Schreiben selbst auf jede Formulierung zu achten. Nehmen Sie sich also Zeit zum Korrigieren und Umschreiben. Die Qualität Ihrer Texte wird dadurch besser, zur Zufriedenheit aller.
Und zum Schluss: Freuen Sie sich am Ergebnis! Denn ein guter Text ist die Mühe wert.


Sie haben eine Schreibblockade? Hier gibt es Tipps für einen freien Schreiber-Kopf

Das hilft bei einer Schreibblockade


Seminar-Tipps: Schreiben und Formulieren

Ute Dilg
Hallo, ich bin Redakteurin in der Pressestelle der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Hier schreibe ich über journalistische Themen und darüber, was einen guten Text ausmacht.
Ute Dilg

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.