Telefonbetrug – Wie können Sie sich schützen?

Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie häufen sich die Fälle von Telefonbetrug. Jeder kann zum Opfer dieser Masche werden. Hier ein paar Tipps, wie Sie sich am Telefon verhalten sollten, um der Falle zu entkommen.

Telefonbetrug - Wie können Sie sich schützen?

@Canva

Ein einfaches „Ja“ am Telefon genügt, um sich in Schwierigkeiten zu begeben. Telefonbetrüger nutzen raffinierte Taktiken um das Ziel zu erreichen – Ihr Kapital. Falsche Polizisten, erfundene Neffen und Fake-Gewinnspiele sind die typischen Anzeichen. Die Liste ist lang. Wie verhält man sich jedoch bei so einem Anruf? Sofort Auflegen? Und wenn nicht, wie kommunizieren? Wir zeigen es Ihnen!

Möglichst nicht „Ja“ sagen

Es hört sich vielleicht banal an, ist aber schwieriger als man denkt. Die Fragen, die der Täter Ihnen stellt, sind darauf konzentriert Ihnen ein „Ja“ aus dem Mund zu locken, das er dann als Antwort für eine andere Frage in die Aufzeichnung reinschneiden könnte. Aus diesem Grund sollten Fragen wie „Können Sie mich hören?“ stets mit Vorsicht beantwortet werden. Eine simple, gefahrlose Antwort wäre „Ich kann Sie hören“. Damit sparen Sie sich überraschende Rechnungen oder Spammeldungen.

Schreiben Sie sich das Unternehmen oder den Namen des Anrufers, sowie Datum, Rufnummer, Uhrzeit und Inhalte des Telefonats auf

Die Verbraucherzentrale und die Bundesnetzagentur sind mögliche Anlaufstellen bei Werbeanrufen ohne Ihre Zustimmung. Während beide Anlaufstellen Musterbriefe zur Abwehr von unbewussten Forderungen bereitstellen, verfolgt die Bundesnetzagentur zudem unerlaubte Werbeanrufe und droht bei Tatnachweis mit Bußgeldern von bis zu 300.000 Euro. Im Jahr 2020 wurden 155.254 Beschwerden bezüglich Rufnummernmissbrauch und unerlaubter Telefonwerbung eingereicht. Wenn es sich um keine Telefonwerbung handelt, sondern um Betrug, ist die Polizei Ansprechpartner.

Rufen Sie bei unbekannter Nummer nicht zurück

Bei einem Rückanruf kann Ihnen eine Warteschleife drohen, die hohe Telefonkosten verursachen könnten. Oftmals manipulieren die Täter die Rufnummer, sodass diese „normal“ aussehen, damit das Opfer keinen Verdacht schöpft. Vor allem in Zeiten der IP-Telefonie ist dies sehr einfach. Statt einem Mitarbeiter der Deutschen Rentenversicherung, ruft Sie jemand aus einem Call-Center an. Achten Sie auf die Vorauswahl der Rufnummer. Diese zeigt an, ob es sich um einen Auslandsanruf handelt. Seien Sie wachsam: Echte Polizisten rufen nicht unter der Polizeinotruf-Nummer 110 an.

Private Daten und Informationen niemals und schon gar nicht am Telefon preisgeben

Bei älteren Menschen täuschen die Täter vor, ein Enkelkind in Geldnot oder ein Polizist zu sein. Eine Preisgabe von Informationen kann Einbrüche und Geldbetrug nach sich ziehen. Behalten Sie Ihre Adresse, Passwörter, Bankdaten und die Geburtsdaten immer für sich! Echte Polizeibeamte würden Sie niemals dazu auffordern, private Informationen zu verraten oder Wertsachen zu übergeben. Lassen Sie sich nicht auf Einbruchsgeschichten ein, die dazu dienen, Ihnen Angst einzujagen. Beste Lösung – sofort Auflegen! Bei einem Smartphone wie auch beim Festnetz ist es zudem möglich, die Rufnummer zu sperren.

Lassen Sie mögliche Zahlungen zurückbuchen und zahlen Sie niemals Bargeld aus

Falls Ihnen der Fehler unterlaufen ist und Sie die Bankdaten an den Betrüger weitergegeben haben – Handeln Sie so schnell wie möglich! Innerhalb von vier Wochen kann die Bank diverse Buchungen zurückziehen, sodass das Geld wieder auf Ihrem Konto landet. Bei einer persönlichen Bargeldübergabe ist dies jedoch nicht möglich.

Fazit

Häufig sind wir uns über Telefonbetrüger im Klaren – bei einem überraschenden Anruf jedoch kann man schnell ins Schleudern geraten. Aus diesem Grund ist es wichtig, mögliche Anlaufstellen zu kennen. Lieber mehrmals nachfragen oder nicht abheben, als zum Schluss zu den Opfern zu zählen. Oftmals geniert man sich davor, professionellen Rat zu holen. Dabei können auch Familienmitglieder als Berater zur Seite stehen, um nicht allein in dieser Situation zu stecken. Ansonsten niemals „Ja“ sagen, Informationen weitergeben oder einen Rückanruf starten. Ein Notizzettel samt Stift sollte bei so einem Anruf griffbereit sein, um sofort mitschreiben zu können. Zusätzlich helfen Sie bei einer Meldung mit, andere Betroffene vor diesen Betrügern zu schützen und unterstützen damit die Polizei.

In diesem Beitrag verwendete Quellen:

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