So surfen Kinder sicher(er) im Netz

Hier finden Sie einige Tipps, mit denen Sie junge Surf-Anfänger unterstützen können.

So surfen Kinder sicher im Netz

Mit diesen Tipps surfen Kinder sicherer im Internet

Auch Kinder surfen heutzutage gerne schon im Netz. Für Eltern ist es daher unverzichtbar, dass man gemeinsam Regeln für ein sicheres Surfen im Netz aufstellt und sich über Risiken und Gefahren im Internet informiert.
Wichtig ist, dass sich Eltern Zeit nehmen, um mit ihren jungen Surf-Anfängern gemeinsam die unbekannte Netzwelt zu entdecken. Hier gilt, wie auch im realen Leben: verstehen und vertrauen anstatt verbieten. Dafür sollten sich Eltern ausreichend informieren und ihrem Kind eine Hilfe sein.

Wir geben Ihnen ein paar Hilfestellungen, die das Surfen für beide Seiten angenehmer gestalten:

Gemeinsam entdecken

Surfen Sie mit Ihrem Kind auf kindgerechten Seiten und endecken Sie diese neue abenteuerliche Welt gemeinsam. Es gibt eine Reihe von kindgerechten Webseiten für Surf-Einsteiger und -Fortgeschrittene. Zu diesen gehören zum Beispiel

Schau Hin! hat einige gute Webseiten für Kinder zusammengestellt. Diese sind werbefrei, lehrreich und so aufgebaut, dass Kinder sie intuitiv bedienen können. Hier gibt es auch Seiten für Kinder, die noch nicht lesen können. Eine Checkliste für gute Kinderseiten finden Sie bei Schau Hin!. Es empfiehlt sich für Eltern Kinder, bis sie zwölf Jahre alt sind, in Sichtweite surfen zu lassen.

Surfzeiten festlegen

Feste Zeiten beugen dem Vernachlässigen von anderen Interessen vor. Darin ist auch die Nutzung anderer elektronischer Medien mitinbegriffen. Als Orientierung gilt 10 min. Medienzeit pro Lebensjahr am Tag oder eine Stunde Medienzeit in der Woche, die sich Kinder ähnlich wie das Taschengeld selbst einteilen können. Diese Medienzeit schließt allerdings nicht das Lernen mit/durch Medien mit ein, welches eventuell von der Schule vorgegeben wird.

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Technik sichern

Es bietet sich außerdem an, diejenigen Geräte zu sichern, an denen das Kind einen Internetzugang hat. Dies kann z. B. durch einen eigenen Account am Laptop oder PC passieren, an dem dann nur eingeschränkt Programminstallationen oder Downloads zugelassen sind. Für das mobile Surfen mit dem Smartphone oder Tablet ist es ratsam, die Sicherheitseinstellungen zu checken und ggf. Änderungen vorzunehmen (einige Betriebssysteme haben eigne Kinderschutzprogramme), App-Käufe in den App-Stores mit einem Passwort zu sperren und auf die Hinterlegung von Zahlungsinformationen gänzlich zu verzichten. Am Laptop oder PC kann z. B. das Programm JusProg von der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) installiert werden. Dieses filtert ungeeignete Inhalte durch technische Filter aus oder lässt nur Seiten zu, die im Voraus von Eltern geprüft worden sind. Beim mobilen Surfen existiert für iOS auch die App JusProg Kinderschutzbrowser. Man sollte sich aber bewusst sein, dass auch diese technischen Hilfen nur bedingt vor ungeeigneten Inhalten schützen und durch eine kompetente Medienerziehung ergänzt werden müssen.

Rechtliche Hinweise

Eltern sollten ihre Kinder in Hinblick auf Persönlichkeitsrechte, Datenschutz als auch das Urheberrecht beim Surfen sensibilisieren. Dies bezieht sich zum einen auf die Weitergabe eigener persönlicher Daten im Netz (z. B. in Sozialen Netzwerken), als auch auf den Schutz durch sichere Passwörter. Für persönliche Daten in Nutzerprofilen gilt primär: weniger ist mehr. Damit sind vor allem Namen, Adressen, Mobilnummern, Bank- oder Kreditkartendaten, Geburtsdaten sowie Bildern und Videos von sich selbst oder auch von anderen gemeint. Dem Surf-Anfänger muss außerdem klar gemacht werden, dass es sich mit keinem Unbekannten aus dem Internet treffen darf! Eltern sollten ihren Kindern auch erklären, dass man bei jedem Vorgang im Internet (unsichtbare) Spuren hinterlässt und wie diese (teilweise zumindest) wieder entfernt werden können, z. B. durch Löschen der Cookies und dem Seitenverlauf im Browser. Es kann auch direkt in den Browsereinstellungen festgelegt werden, dass kein Verlauf angelegt wird. Urheberrechtlich sollten die Kinder insofern informiert werden, dass Downloads und Streaming-Dienste nicht immer legal sind. Dasselbe gilt für Up- und Downloads von Dateien.

Wichtig ist es, dem Kind zu signalisieren, dass es sich bei Problemen oder Fragen immer an die Eltern wenden kann, welche verständnisvoll reagieren und den jungen und unerfahrenen Surfer unterstützen sollten.

Genauere Infos zum Beitrag: www.schau-hin.info/medien/internet/wissenswertes/kinder-internet.html

Weiterführende Informationen zum Thema z. B. weitere technische Sicherheitseinstellungen oder Hilfe bei der Medienerziehung finden Sie auch auf den folgenden Seiten (Auswahl):


Welche Apps spielen derzeit bei den 12- bis 19-Jährigen eine Rolle? Hier sind die Erkenntnisse der JIM-Studie 2016 eine Rolle.

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Alexandra Schwarz

Hallo, ich bin Assistentin im Bereich Medien und Bildung und schreibe über verschiedene medienpädagogische und medientechnische Themen.

Alexandra Schwarz

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