„Ein super Einblick in die Welt des Films“

Ton läuft, Kamera ab: Liveübertragung und Filmen will gelernt sein. Das Seminar „Gottesdienste filmen“ liefert Einblicke.

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Nicht vor Ort – aber trotzdem dabei

Einen Gottesdienst aufzunehmen, ist für viele Kirchengemeinden eine Möglichkeit, um den Gottesdienst live in den Gemeindesaal für Familien mit kleinen Kindern zu übertragen. Kranke sowie ältere Menschen können von Zuhause zuschauen. Und der Film kann im Nachhinein auf die Website der Kirchengemeinde gestellt werden, für alle, die nicht live dabei sein konnten.

Wie das funktioniert und worauf dabei zu achten ist, hat das Evangelische Medienhaus mit Referentin und Journalistin Nicola Wettmarshausen im Seminar „Kamera ab! Gottesdienste filmen und ins Internet stellen“ gezeigt. Vollgepackt mit Filmequipment ging es nach einer Einführung zum Thema Film und Medienrecht in die Pauluskirche in Stuttgart.

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Aus welcher Perspektive den Pfarrer filmen?

In knapp zwei Stunden machten sich die Filmemacher mit der – teilweise noch fremden – Technik vertraut, stellten Licht, Ton und Kameras ein, filmten Lesungen und (improvisierten, aber natürlich wunderschönen) Gesang.

Dabei kamen schnell Fragen auf: Wie sollte die Beleuchtung ausfallen? Positioniert man die Kamera rechts oder links vom Pfarrer? Wer die unterschiedlichen Wirkungen von Filmeinstellungen kennt, entscheidet diese Frage nicht nur aus dem Bauch heraus. Und mit gut gesetzten Lichtakzenten bekommt das Kruzifix oder die Statue eine besondere Wirkung und kommt auch im Kamerabild gut zur Geltung.

„Innovativ gestaltet, sehr gute Praxisanteile. Sehr zu empfehlen.“

(Wilfried Veeser, Kirchheim-Teck)

Der Spieltrieb war sofort aktiviert, als die Livestreaming-Apps mit Begeisterung ausgetestet wurden. Mit wenigen Klicks können die Aufnahmen aus der Kirche Zuschauern an ihren Smartphones, Tablets und dem PC in Echtzeit zugänglich gemacht werden – ohne großen technischen Aufwand.

Abwechslung im Bild

Beim Filmen wurde schnell klar: ein statisches Bild wirkt auf Dauer ziemlich langweilig.

„Tolle Location und technisches Equipment. Auch ohne Vorkenntnisse sehr zu empfehlen.“ (Bernhard Schuler, Steinheim)

Die Zuschauer wollen Abwechslung und Bewegung: näher an der gezeigten Person dran sein, eine Detailaufnahme des Altars und dann aber wieder den Gesamtüberblick über den Kirchenraum und das Geschehen. Um mehr Abwechslung zu erzeugen, filmten die Teilnehmer „Schnittmaterial“: das Kirchenfenster, die brennenden Kerzen, die Statue oder die Bibel.

Diese Aufnahmen wurden später im Schnitt über den Ton des Predigers gelegt. Somit hatte man schon mal mehr Abwechslung im Bild und schaffte damit eine tolle Atmosphäre, die das Gesagte visuell unterstreicht.

„Ein super Einblick in die Welt des Films.“ (Timo Haible, Backnang)

Nach Hause ging es mit dem selbst gedrehten und geschnittenen Videoclip im Gepäck, der ein tolles Beispiel dafür ist, wie mit Kamera, Ton und Licht ein Gottesdienst festgehalten werden kann.

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Trauen und ausprobieren

Sowohl für die Livestreaming-Apps als auch die Technik gilt: ran trauen, ausprobieren und machen. Film ist ein Handwerk, das erlernt sein will – und auch hier ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Wenn Sie dabei Unterstützung möchten, freuen wir uns, wenn wir Sie zu einem unserer Film-Workshops begrüßen dürfen.


Seminar-Tipps: Filme einfach selber produzieren

Nadja Golitschek
Hallo, ich bin Online-Redakteurin im Evangelischen Medienhaus in Stuttgart. Hier schreibe ich rund um die Themen Internet, digitale Medien und gelungenes Präsentieren.
Nadja Golitschek

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