Kinderfilme – Bewertungen und Alterseinstufungen

Kinderfilme sind nicht immer gleich Kinderfilme. Spätestens seit dem Film „Unten am Fluss“ weiß man, dass ein Trickfilm nicht immer gleich für Kinder geeignet sein muss. Doch wie kann man sicher gehen, dass ein Film für sein Kind geeignet ist?

@canva

 

FSK (Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft GmbH)

Die erste Einstufung eines Filmes springt einem meist schon auf dem DVD Cover ins Auge. Auch bei Streaming-Dienstleistern wie Amazon oder Netflix sind die Alterseinstufungen der FSK ersichtlich. Die Vorlage der Filme zur Prüfung ist wie der Name schon sagt freiwillig. Jedoch dürfen Filme, die nicht geprüft wurden, nur an Erwachsene verkauft oder ausgeliehen werden.

Vor allem für Kinos ist die FSK Einstufung bindend. So darf zum Beispiel vor einem Film ab 12 kein Trailer mit der FSK Einstufung ab 16 gezeigt werden. Es gibt jedoch eine Ausnahme. Kinder unter 12 dürfen in Begleitung ihrer Eltern auch einen Film ab 12 ansehen.

Die Prüfer arbeiten ehrenamtlich bei der FSK für eine Dauer von 3 Jahren. Sie dürfen nicht in der Filmindustrie arbeiten und müssen Erfahrungen mit Kindern und Jugendlichen vorweisen.

Es gibt 5 verschiedene Einstufungen bei der FSK. Die Einstufungen gehen von 0 bis 18 in folgenden Intervallen: FSK ab 0 freigegeben, FSK ab 6 freigegeben, FSK ab 12 freigegeben, FSK ab 16 freigegeben, FSK ab 18 freigegeben. FSK ab 18 wird auch „Keine Jugendfreigabe“ genannt, da diese Medien dann nur für Erwachsene geeignet sind. Ein genauer Vorgabenkatalog ist auf der FSK Seite jedoch nicht vorhanden.

FSK: „Die FSK-Ausschüsse sprechen Freigaben nach der gesetzlichen Vorgabe aus, dass Filme und andere Trägermedien, die „geeignet sind, die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen oder ihre Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu beeinträchtigen“, nicht für ihre Altersstufe freigegeben werden dürfen (§ 14 Abs. 1 JuSchG). “

FSK Einstufungen

Wikipedia

Eine niedrige FSK-Freigabe ist also keine Garantie dafür, dass der Film auch wirklich für ein Kind geeignet ist. Gerade Kinder zwischen 3 und 12 sind doch sehr unterschiedlich in ihrer Entwicklungsstufe. Das FSK Siegel darf also nicht als pädagogische Empfehlung dienen. Es kennzeichnet nur, dass der Film rein rechtlich von Kindern und Jugendlichen in einem bestimmten Alter angesehen werden darf. Ob das aber sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt.

Genau hier springen diese Webdienste in die Presche:

Kinderfilmwelt.de:

Die Autoren der Kinderfilmwelt arbeiten auf der Basis der Expertise der Pädagogischen Altersempfehlung für Kinderfilme der KJF (Deutscher Kinder- und Jugenfilmzentrum)

Die hier gemachten Angaben sollten nur als Orientierungshilfe verstanden werden. Ob der Film auch wirklich zu seinem eigenen Kind passt, sollten die Eltern immer selbst entscheiden.

Die Webseite ist übersichtlich und einfach aufgebaut. Zu jedem Film gibt es eine Beschreibung, wenn vorhanden einen Trailer, die Credits, man kann den Film selbst bewerten, Extra-Informationen und wenn vorhanden und eine Elterninfo.

Unten rechts findet man schnell und einfach die empfohlene Alterseinstufung. Die Altersempfehlung reicht von 3 bis 13 Jahren.  Die FSK Einstufung und wenn vorhanden das Siegel des FBW (Deutsche Film- und Medienbewertung) sind hier ebenfalls zu finden.

FBW – Deutsche Film- und Medienbewertung

Die FBW hat sich zur Aufgabe gemacht, Filme mit den Siegeln „wertvoll“ und „besonders wertvoll“ auszuzeichnen. Die Bundesländer benennen Experten aus den unterschiedlichsten Medienbereichen, die als unabhängige Gutachter ehrenamtlich für die FBW tätig sind.

Die Auszeichnungen der FBW qualifizieren für die Film- und Medienförderung.  Filme mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ erhalten Fördermittel der FFA (Fördermittel der Filmförderungsanstalt).

Auf der Webseite sind nicht nur Kinder- oder Jugendfilme zu finden, sondern auch Filme und Dokumentationen aus allen Genres. Eine individuelle Alterseinstufung ist auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Bei jedem Film ist jedoch eine ausführliche Beschreibung und die Jurybegründung nachzulesen, in der auch auf die Altersempfehlung eingegangen wird.

Fazit:

Nicht jeder Film, der sich Kinderfilm nennt, ist für alle Altersstufen geeignet. Die Einteilung, vor allem bei Streamingdiensten, ist meist sehr pauschal und kaum aussagekräftig. Die oben besprochenen Webseiten dienen nur als Anhaltspunkt. Ob ein Film wirklich für Ihr Kind geeignet ist, wissen Sie selbst immer am besten.

Jetzt viel Spaß beim Familien-Filmabend!

 


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