Keine passiven Seminarteilnehmer mehr – Dank Mentimeter!

Mentimeter ist ein Tool mit dem sich online anonyme Umfragen erstellen lassen. Perfekt für Seminare.

Wenn Sie jemals ein Seminar geleitet haben, ist Ihnen folgende Situation bestimmt nicht unbekannt: Sie stellen eine Frage und niemand meldet sich. Oft liegt dies vor allem an zwei Gründen:

a) die Frage ist sensibel und Teilnehmer trauen sich nicht vor anderen zuzugeben, dass sie sich (z.B.) von ihrem Chef ungerecht behandelt fühlen.

b) gerade bei Fragen zu Beginn eines Seminars sind Teilnehmer oft noch schüchtern. Niemand möchte übermotiviert wirken, der ein oder andere ist vielleicht auch noch etwas müde und hat nicht richtig zugehört.

Was Mentimeter an dieser Ausgangslage ändern kann, sehen Sie in diesem kurzen Clip:

Was ist Mentimeter?

Mentimeter beschreibt sich selbst als interaktive Präsentationssoftware. Die Besonderheit ist, dass alle Teilnehmenden zur selben Zeit (im gleichen oder im virtuellen Raum) über ein internetfähiges Gerät auf die Folien reagieren und anonym abstimmen können. Das selbsterklärte Ziel von Mentimeter ist es, die Einseitigkeit der Kommunikation in Seminaren aufzubrechen und die Teilnehmenden mehr einzubeziehen, damit Seminare effizienter und effektiver werden und mehr Spaß machen. Mehr erfahren Sie auch im Imagefilm von Mentimeter. Die Macher von Mentimeter bieten auf ihrer Website auch Webinare an, in denen man mehr über das Tool und die Einsatzmöglichkeiten erfahren kann.

Blog für die Medienarbeit: Mentimeter

Welche Einsatzszenarien gibt es?

Mit Mentimeter sind verschiedenste Einsatzszenarien denkbar.
Im Video nutzt die Seminarleiterin das Tool als Einstieg in eine Diskussion. Die Teilnehmenden können anonym abstimmen und sind daher eher bereit, Auskunft über ihre Situation am Arbeitsplatz zu geben. Außerdem erhält so jeder die Chance sich zu beteiligen.

Sie können Mentimeter auch zur Abfrage von Vorwissen nutzen. Bei großen Gruppen hat man meistens nicht die Zeit, alle Anwesenden einzeln zu fragen. Damit jede und jeder gleichberechtigt mitteilen kann, was sie oder er weiß, können Sie entweder verschiedene Antwortmöglichkeiten vorgeben oder freie Fragetypen wie die „Wortwolke“ oder „Open End“ nutzen, bei denen die TeilnehmerInnen Freitext eingeben können. Ähnlich verhält es sich, wenn ein Meinungsbild der Gruppe abgefragt werden soll.

Eine andere Möglichkeit ist der Einsatz eines Quiz zur Lernerfolgskontrolle. Auf spielerische Weise und doch in Konkurrenz zu den anderen Seminarteilnehmenden kann das Gelernte überprüft und gefestigt werden.

Schließlich können Sie mit den anonymen Rückmeldungen auch Feedback zu Ihrem Seminar, Ihrer Veranstaltung oder Ihrem Unterricht einholen und am Ende eine Evaluation vornehmen.

Was kann Mentimeter noch?

Die Bandbreite an Möglichkeiten ist groß: von bebilderten Antwortmöglichkeiten über skalierte Fragen, Matrix-Verortung und Smiley-Abstimmung bis hin zu einer Sammlung von Wortwolken sind dem Tool und den Einsatzmöglichkeiten kaum Schranken gesetzt. Ihnen stehen in der kostenlosen Version zehn verschiedene Fragetypen zur Verfügung, außerdem können sogenannte „Quick Slides“ eingebaut werden, auf denen ähnlich einer PowerPoint Überschriften, Aufzählungen und Bilder integriert werden können. Weiterhin steht die Option „Quiz“ zur Verfügung, bei der nach jeder Quizfrage Punkte für richtige Antworten vergeben werden und am Ende ein Sieger/ eine Siegerin gekürt wird.

Um Mentimeter zu nutzen müssen weder Sie noch Ihre Teilnehmenden ein Programm herunterladen, sondern es kann von allen direkt im Browser verwendet werden. Nach eigenen Angaben funktioniert es am besten mit Google Chrome, aber auch mit anderen Browsern können Sie Mentimeter nutzen.

So erstellen Sie Fragen bei Mentimeter

Ein Klick auf „new presentation“ erstellt eine neue Präsentation.

Ein Klick auf „new presentation“ erstellt eine neue Präsentation.

Die Erstellung der Fragen ist einfach und kostenlos:
Nach der Registrierung können Sie sich anmelden und eine neue Präsentation anlegen. Klicken Sie dazu links oben auf „new presentation“.

Geben Sie einen Namen für die Präsentation ein. Mit einem Klick auf „Create“ wird die neue Präsentation angelegt.

Geben Sie einen Namen für die Präsentation ein. Mit einem Klick auf „Create“ wird die neue Präsentation angelegt.

Nun werden Sie gebeten, einen Namen für die Präsentation einzugeben.
(Name und Einstellungen können später geändert werden.)
Mit einem Klick auf „Create“ wird die neue Präsentation angelegt.

Rechts: Fragetypen auswählen
Links unten: weitere Folien hinzufügen

Rechts: Fragetypen auswählen
Links unten: weitere Folien hinzufügen

Rechts können Sie Fragetypen auswählen und Fragen & Antworten eingeben.

Sie können weitere Folien hinzufügen, klicken Sie dazu unten links auf „New Slide“.

Gespeichert wird automatisch, darum müssen Sie sich keine Sorgen machen.

Präsentation starten: „Present“ klicken
Tempo vorgeben:
Presenter pace: Gesteuert vom Referent
Audience pace: Beantwortung in eigenem Tempo
„Change Language“: Sprache umstellen

Präsentation starten: oben rechts auf „Present“ klicken

Tempo vorgeben:
Presenter pace: Gesteuert vom Referent
Audience pace: Beantwortung der Fragen in eigenem Tempo
„Change Language“: Sprache umstellen

Die Präsentation starten: oben rechts auf „Present“ klicken


Tempo für Abstimmung vorgeben:
Presenter pace: Gesteuert vom Referent
Audience pace: Beantwortung der Fragen in eigenem Tempo


„Change Language“: Sprache auf Deutsch umstellen

So kann abgestimmt werden

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Slider

Praxis-Tipp: Segmentierung

Eine Option, die ich sehr gerne mag ist die Segmentierung.
Sie funktioniert mit den Fragetypen „Multiple Choice“ und „Image Choice“ und es muss das Layout „Bars“ (Balkendiagramm) eingestellt sein. Es werden mindestens zwei Fragen benötigt, die nach der Abstimmung der TeilnehmerInnen miteinander kombiniert werden können.

Im Video haben die Seminarteilnehmer angegeben, was sie an ihrem Arbeitsplatz stört und wie zufrieden sie im Großen und Ganzen mit ihrem Arbeitsplatz sind.

Wählt man nun das Zahnrad links unten und dann die Option „Segmentation“ werden die Antworten der Teilnehmer zu den beiden Fragen kombiniert und man erhält folgende Auswertung:

In unserem Beispiel zeigt sich, dass die Person, die vom Geld motiviert wird (rot) zugleich die Büroräume, die Arbeitszeiten und die Verpflegung bemängelt, aber logischerweise kein Problem mit der Bezahlung hat.

Sie können die Segmentierung gut nutzen, um z.B. Geschlechterunterschiede zu zeigen oder Altersgruppen zu segmentieren. Achten Sie aber darauf, dass durch die Kombination die Anonymität nicht verloren geht und Sie niemanden bloßstellen.


Fazit

Ich bin begeistert von Mentimeter. Auf einfache Art und Weise können schnell ansprechende Umfragen erstellt und die Teilnehmenden miteinbezogen werden. Mit Mentimeter sind verschiedenste Einsatzszenarien denkbar und die Bandbreite an Fragetypen ist groß.
Einen Nachteil hat das Tool allerdings doch: Um mehr als die Basiselemente zu nutzen benötigen Sie ein Abo. Aber die Basiselemente bieten – wie oben beschrieben – schon viel Auswahl und ich komme gut ohne das Abo zurecht. Außerdem ist das Tool (bisher) nur auf Englisch verfügbar. Das betrifft allerdings nur Sie als Ersteller der Präsentationen. Für die TeilnehmerInnen kann, wie beschrieben, die Sprache umgestellt werden. Ihre Fragen und Antworten können natürlich auch in einer beliebigen Sprache eingegeben werden.

Autorin: Daniela Tiefenbacher


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4 Kommentare zu Keine passiven Seminarteilnehmer mehr – Dank Mentimeter!

  1. Gerhard Beck sagt:

    Danke für den Tipp, habe ihn gleich als Kurzmeldung in meinem Blog aufgegriffen.

  2. Gerhard Beck sagt:

    Liebe Frau König,
    meine Meinung: Leider schon im Test unbrauchbar, da ich nicht mehr als zwei Folien erstellen kann (in der kostenlosen Version). Da gibt es andere Tools, wie z.B. PINGO. Nicht ganz so ausgebaut, aber open source!

    • Lena König Lena König sagt:

      Lieber Herr Beck,
      Danke für Ihre ehrliche Meinung und den wertwollen Hinweis auf ein alternatives Werkzeug!
      Wir hatten im Fazit bereits darauf aufmerksam gemacht, dass die volle Funktionsbreite kostenlos nicht zur Verfügung steht („Einen Nachteil hat das Tool allerdings doch: Um mehr als die Basiselemente zu nutzen benötigen Sie ein Abo.“) Bisher konnten wir mit unserem kostenfreien Account in der Praxis gut arbeiten, indem wir mehrere Umfragen mit je 3 Folien genutzt hatten.

      Wir sind gespannt Ihr genanntes Werkzeug PINGO auszuprobieren und in der Praxis zu erproben.

      Liebe Grüße, Lena König

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