Film-Tipp: Mein Blind Date mit dem Leben

Als Saliya seinen Ausbildungsplatz im Hotel bekommt, erfüllt sich für Ihn sein großer Traum. Es gibt dabei nur einen Haken: Er ist fast blind und hat das bei seiner Bewerbung verheimlicht.

Für Saliya Kahawatte (Kostja Ullmann) bricht mit fünfzehn Jahren die Welt zusammen. Eine schwere Augenkrankheit lässt ihn fast erblinden, seine Sehfähigkeit sinkt auf fünf Prozent. Alle Bewerbungen des fast Blinden laufen ins Leere, im Jobcenter wird ihm schnell klar gemacht dass der Arbeitsmarkt für Behinderte sehr eingeschränkt ist. Da kommt er auf die Idee es ohne die Erwähnung der Behinderung zu probieren. Und siehe da, nach einem Bewerbungsgespräch gibt es eine Zusage vom Bayerischen Hof in München, einem der besten Hotels der Stadt.

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Die Botschaft des Films ist eindeutig: Man sollte niemals seine Träume aufgeben.

Schier übermenschliche Leistungen

Und nun fangen die Probleme erst richtig an. Es beginnt schon damit an, dass Saliya jeden Schritt von der Straßenbahn zum Hotel abzählt. Die Arbeit im Hotel wäre schon ohne die Sehbehinderung eine Herausforderung: Saliya erwarten eine Menge an unterschiedlichen Menschen mit den verschiedensten Wünschen und hohen Ansprüchen. Mit Improvisation, Planung und Auswendiglernen schafft er es, sein Lügengebilde aufrechtzuerhalten. Mit viel Chuzpe gelingt ihm mancher verblüffende Bluff.

Bis an die Grenze

Die Herausforderungen werden nicht weniger: Als Saliya die Gemüselieferantin Laura (Anna Maria Mühe) kennenlernt, verliebt er sich über beide Ohren in sie. An der Bar mixt er Drinks wie Tom Cruise in „Cocktail“. Allerdings schöpft der Barleiter Verdacht und schikaniert Saliya. Er lässt ihn unermüdlich Gläser putzen. Das Problem: Saliya kann nicht erkennen ob ein Glas sauber ist oder nicht. Der vermeidliche Goldjunge merkt, dass er an seine Grenzen kommt und sein Lügenkonstrukt nicht mehr lange aufrecht zu halten ist …

Der Film des Regisseurs Marc Rothemund („Sophie Scholl – Die letzten Tage“) basiert auf der Geschichte des heutigen Businesscoachs Saliya Kahawatte. Dieser absolvierte trotz Augenkrankheit eine Ausbildung im Hotel und arbeitete als Barkeeper. Niemand wusste von seiner Sehbehinderung oder bemerkte sie. Beim „echten“ Kahawatte führte die Verzweiflung über seine Situation jedoch zu mehreren Selbstmordversuchen, diese Tatsache wird im Film nicht angesprochen.

Spagat geglückt

Trotz mancher Schwächen gelingt dem Film der schwierige Spagat zwischen „ernstem“ Thema und dem Genre der Komödie. Das liegt vor allem an den überzeugenden Schauspielerinnen und Schauspielern.

Kostja Ullmann spielt überzeugend den willensstarken jungen Mann, der sich seinen Traum nicht ausreden lässt. Jacob Matschenz als Max erweist sich als lockerer und doch treuer Freund und Kumpel aus dem Lehrbuch, Laura als warmherzige Freundin.

Der Film ist ein humorvolles und inspirierendes Plädoyer für Inklusion. Auf humorvolle Art zeigt er die Hürden für Behinderte auf, auch wenn manche Szenen etwas überzogen und albern wirken. Ein Aufruf an die alte, aber immer noch aktuelle Aufforderung: Lebe deinen Traum!

Den 116-minütige Spielfilm „Mein Blind Date mit dem Leben“ können Sie im Ökumenischen Medienladen unter der Signatur DVS1032 ausleihen oder als Download runterladen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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