Film-Tipp: Die Hütte – ein Wochenende mit Gott

Vier Jahre nachdem seine Tochter spurlos verschwunden ist, bekommt ein Vater eine Einladung, die sein Leben komplett verändert.

"Die Hütte" nach dem weltbekannten Bestseller.

Wie kann Gott so viel Elend und Leid auf der Welt zulassen? Eine Antwort auf die Frage versucht der Film „Die Hütte“ zu geben.

Im Mittelpunkt des Films steht die Theodizee-Frage

„Ein verzweifelter Vater, dessen Tochter spurlos verschwunden ist, findet Erlösung“, so kann man die Geschichte nach dem Roman „The Shack“ des Kanadiers William Paul Young in wenigen Worten umschreiben. Im Mittelpunkt steht dabei die Theodizee-Frage, die viele Gläubige umtreibt: Wie kann Gott bei aller Liebe zu den Menschen so viel Leid und Elend auf der Welt zulassen? In diesem Film wird versucht, auf diese uralte Frage der Menschheit Antworten zu finden.

Mackenzie „Mack“ Allen Philips erlebt eine der furchtbarsten Erfahrungen, die ein Vater machen kann: Er verliert seine Tochter Missy bei einem Campingausflug. Auch vier Jahre nach ihrem Verschwinden ist er noch immer voller Trauer und Schuldgefühle. Zwar zeigen viele Indizien in Richtung einer Straftat, in einer verlassenen Berghütte in der Nähe des Campingplatzes wird Missys blutiges Kleid gefunden, eine Leiche oder ein Täter wurden jedoch nie gefunden. Umso größer ist Macks Erstaunen als er einen mit „Papa“ unterzeichneten Brief mit einer Einladung, in eben diese Hütte bekommt.
Die Einladung weckt vielerlei Gefühle in ihm. Die Umstände des Verschwindens sind wieder gegenwärtig und er kann sich keinen Reim auf den Einladenden machen. Andererseits sieht Mack in dem Treffen eine Chance, mehr zu erfahren und vielleicht sogar mit dem Geschehenen abschließen zu können. Macks Frau nennt Gott immer „Papa“, das weckt in ihm schon eine leise Ahnung, wer der Einladende sein könnte.

Keine Neuigkeiten mehr verpassen mit dem medienkompass-Newsletter »

Zurück an den Ort des Grauens

Trotz seiner Zweifel lässt Mack sich auf diese Einladung zu einer Reise ins Ungewisse ein. In der Hütte findet er einerseits manches wieder, was furchtbare Erinnerungen in ihm weckt, auf dem Holzfußboden sind zum Beispiel noch Blutspuren zu finden. Dann erscheinen jedoch Gott, Jesus und der Heilige Geist in für uns ungewohnten Personen. Gott in Form einer afroamerikanischen Frau, später auch in einer indianischstämmigen männlichen Version, Jesus als hebräischer Schreiner und der Heilige Geist als Asiatin.
Lange tiefe Gespräche, in denen die Themen Glaube, Liebe und vor allem Vergebung im Mittelpunkt stehen, werden durch Szenen mit biblischem Hintergrund begleitet. Jesus und Mack laufen zusammen über das Wasser und gemeinsam mit dem Heiligen Geist legt er einen Garten an.

 

Eine Wandlung geschieht

Langsam bekommt Mack einen Einblick in Gottes Perspektive auf die Welt und beginnt zu verstehen, wieso es gerade ein Ausdruck von Gottes Liebe ist, nicht einfach alles Böse zu verhindern. Mack trifft die Weisheit, in Gestalt von Sophia, die ihn mit eindrücklichen Beispielen zur Einsicht darüber bringt, dass der Mensch sich nicht zum Richter machen darf. All das führt dazu, dass sich Mack dazu überwinden kann, sich sogar mit seinem jähzornigen und alkoholkranken Vater, der ihn als Kind schwer misshandelt hat, auszusöhnen.

Vergebung als Erlösung

Der Regisseur Stuart Hazeldine stellt wichtige Fragen, über deren Art der Beantwortung man geteilter Meinung sein kann. Interessant ist die Darstellung der Dreieinigkeit. Gott als Frau hat reflexartig die Kritik aus traditionellen Kreisen hervorgerufen. Auch zu viel Symbolik und eine gewisse Plattheit werden dem Film vorgeworfen. Zentral ist jedoch, wie der Film versucht auf behutsame Weise Antwortmöglichkeiten auf echte, tiefe Lebensfragen zu geben, und wie dabei ein religiöser Mensch, der durch Leid an Gott verzweifelt, lernt zu vergeben. Und zwar aus einer durch Vergebung geheilten Beziehung zu Gott.

Die Hütte – ein Wochenende mit Gott jetzt im Ökumenischen Medienladen

Der 128-minütige Spielfilm ist im Ökumenischen Medienladen unter der Signatur DVS 1009 auszuleihen und auch als Download verfügbar.

Als Kunde können Sie im Dowloadbereich des Ökumenischen Medienladens den Spielfilm "Die Hütte" auch herunterladen.

„Die Hütte“ ist ab jetzt zum Download auf der Seite des Ökumenischen Medienladen verfügbar.

Unter der Signatur DVS1009 können Sie sich den Spielfilm "Die Hütte" ausleihen

„Die Hütte“ kann im Ökumenischen Medienladen als DVD ausgeliehen werden.

Peter Pförsich

Dr. Peter Pförsich leitet den Ökumenischen Medienladen und berät u.a. in allen speziellen Fragen rund um den Medieneinsatz wie z.B., Urheberrecht, Werberichtlinien usw.

Peter Pförsich

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.