Film-Tipp: Das brandneue Testament

Gott ist Misanthrop, wohnt in Brüssel und seine Tochter sorgt für Chaos – eine sanft-groteske Komödie für Schulen und Gemeinden.

Der Spielfilm "Das brandneue Testament" löste heftige Kontroversen aus

Der Spielfilm „Das brandneue Testament“ löste heftige Kontroversen aus

Das brandneue Testament: Darum geht’s

Gott ist ein Misanthrop, der zusammen mit seiner Frau und seiner Tochter Ea in Brüssel wohnt und die Menschheit mit immer neuen Einfällen quält. Lediglich sein Sohn JC hat den Absprung geschafft und sich unter die Menschen gemischt, um seine frohe Botschaft zu verbreiten.

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Eines Tages flüchtet auch Ea, um es ihrem Bruder gleich zu tun und sich sechs Apostel zu suchen, die ein brandneues Testament aufsetzen sollen. Zuvor zerstört sie den göttlichen Computer. Nicht ohne noch allen Menschen ihr jeweiliges Todesdatum per SMS zu schicken. Damit wird eine wahre Flut von Ereignissen hervorgerufen, die Menschen verändern sich.

Blasphemisch, respektlos, klug?

Der Film „Das brandneue Testament“ löste Diskussionen aus, ihm wurde Blasphemie und eine schamlose Respektlosigkeit gegenüber dem christlichen Glauben vorgeworfen, doch es ist eher ein witziges, klug durchdachtes Gedankenspiel. Der Belgier Jaco Van Dormael erfindet in seiner sanft-grotesken Komödie mal kurz die Bibel neu und stellt äußerst charmante Gedankenexperimente über die großen Fragen des Lebens an. Van Dormael arrangiert das als rasante Montage, er setzt schräge Inszenierung neben dokumentarische Ausschnitte, lässt jeder Episode seines Films einen eigenen filmischen Stil angedeihen. Und so offensiv er dabei auch übertreiben mag, so ernsthaft ist er doch an seinen Figuren und ihren kleinen und großen Problemen interessiert.

Er war für den Europäischen Filmpreis 2015 nominiert und mit Catherine Deneuve („Belle de jour – Schöne des Tages“) ist auch noch eine Grande Dame des französischen Kinos in einer ungewöhnlichen Nebenrolle zu sehen.

„Das brandneue Testament“ als DVD oder Download und mit Begleitaterial für den Religions- und Ethikunterricht ausleihen

Der 111-minütige Spielfilm ist im Medienladen unter der Signatur DVS 925 entleihbar und auch als Download verfügbar.

Im ausführlichen Begleitmaterial zum Spielfim „Das brandneue Testament“ finden sich Filmbesprechungen, Hintergründe sowie Unterrichtsvorschläge für die Bereiche Religion und Ethik. Gedrucktes Arbeitsmaterial in der Bibliothek unter der Signatur AFI356 erhältlich.

Kunden des Ökumenischen Medienladens können den Film als DVD hier ausleihen, herunterladen und das Begleitmaterial zum Film ausleihen:   

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Zur DVD-Ausleihe von „Das brandneue Testament“ (2 DVDs)

Zum Download von "Das brandneue Testament" (nur für angemeldete Kunden)

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Zur Ausleihe des Begleitmaterials zum Spielfilm "Das brandneue Testament"

Zur Ausleihe des Begleitmaterials zum Spielfilm „Das brandneue Testament“

                                                                    

Peter Pförsich
Dr. Peter Pförsich leitet den Ökumenischen Medienladen und berät u.a. in allen speziellen Fragen rund um den Medieneinsatz wie z.B., Urheberrecht, Werberichtlinien usw.
Peter Pförsich

2 Kommentare zu Film-Tipp: Das brandneue Testament

  1. Mathias Donath sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Pförsich,
    ich habe einige Aussagen des Filmemachers zu seinem Film (www.kinofenster.de)gelesen, die mich noch mehr in meiner Meinung bestärkt haben, dass dieser Film gezielt respektlos gegenüber Gott, dem christlichen Glauben und der Bibel gemeint ist.
    Die Bewertung „witzig, klug durchdacht, sanft-grotesk, äußerst charmant, . . .“ macht den Film
    noch lange nicht sehenswert oder gar für Schule und Gemeinde geeignet.
    Statt dass wir uns mit einer solch extremen Verunglimpfung beschäftigen, gibt es den Auftrag von Jesus an uns, den Menschen seine gute Botschaft zu bringen.
    Mathias Donath

    • Sehr geehrter Herr Donath,
      was einen Film sehenswert macht hängt natürlich immer vom Sehenden selbst ab. Ja, der Film ist frech und respektlos, aber alles andere als „extrem verunglimpfend“. Durch die Gewissheit des eigenen Todesdatums werden die Menschen dazu angeregt, sich Gedanken über ihr bisheriges Leben zu machen, zu reagieren und die ihnen verbleibenden Zeit für sich sinnvoll zu nutzen. Der Film regt zur Auseinandersetzung über den eigentlichen Sinn des Lebens an, vor allem im Hinblick auf die Endlichkeit dessen. So fordert er dazu auf, im Leben keine Zeit für das eigentlich Wesentliche, was unsere von Gott verliehene Menschlichkeit eigentlich so einzigartig macht, zu verlieren.

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