Erklärvideo, Screencast oder Tutorial – Tools und Tipps

Videos sind praktisch, um einen Sachverhalt anschaulich zu erklären. Wir stellen Ihnen die unterschiedlichen Varianten Erklärvideo, Screencast und Tutorial vor.

Die Art und Weise, wie Inhalte aufbereitet werden, hat sich in den letzten Jahren verändert: dank moderner Technik sind der multimedialen Aufbereitung kaum Grenzen gesetzt. Ob auf Websites, in E-Learning-Modulen oder anderswo: Text wird mehr und mehr durch audiovisuelle Sequenzen ersetzt. Denn bewegte Bilder (also Video-Clips) ziehen nicht nur die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf sich, sondern lockern auf und erklären Sachverhalte schnell und anschaulich.

Sie möchten selbst ein Erklärvideo oder ein Tutorial erstellen? Wir zeigen Ihnen verschiedene Programme und Möglichkeiten

Zur Erstellung von erklärenden Videos kann man auf verschiedene Möglichkeiten zurückgreifen. In diesem Artikel erfahren Sie wofür sich ein Erklärvideo, ein Screencast oder ein Tutorial besonders eignen. Zudem geben wir Ihnen Tool-Tipps zur Umsetzung an die Hand.


1. Erklärvideos – kurz, einfach, praktisch

Ein typisches Erklärvideo stellt einen bestimmten Sachverhalt eines Themas vor – z.B. wie die Bundestagswahl funktioniert. Ein Erklärvideo beschreibt schwierige Konzepte und Zusammenhänge leicht verständlich, indem nur die wichtigsten Informationen erklärt werden. Möglichst prägnant auf den Punkt gebracht sollte diese Videosequenz normalerweise zwischen 30 Sekunden und fünf Minuten lang sein.

Ein klassisches Erklärvideo versucht dem Zuschauer das Thema, durch das Erzählen von Geschichten näherzubringen. Häufig gibt es einen Protagonisten, mit dem sich die Zielgruppe der Website oder des Online-Kurses identifizieren kann. So fällt es leicht, das Thema in die eigene Lebenswelt einzuordnen.

Zudem verwenden Erklärvideos gerne vereinfachte Grafiken anstatt Realifilm-Material. Technisch kann man hier mit der Trickfilm-Technik Legetrick arbeiten oder greift auf Internetanwendungen wie moovly oder simpleshow zurück. Wie so etwas aussehen kann, zeigt das Erklärvideo über das „Ökumenische Medienreferentennetzwerk“, welches mit  moovly erstellt wurde:

Tool-Tipp: Leider ist moovly nicht mehr kostenfrei, daher empfehlen wir die kostenlose Version von simpleshow oder die App powtoon.

Jetzt wissen Sie, was ein Erklärvideo ist. Es gibt allerdings noch andere Möglichkeiten bewegte Bilder zur schnelleren Informationsvermittlung einzusetzen.


2. Screencast – immer dem Mauszeiger nach

Bei einem Screencast nimmt ein Programm alles auf, was auf dem Computerbildschirm (englisch = screen) passiert.Wie der Name schon sagt, handelt es sich um eine Bildschirmaufnahme. Deshalb eignen sich Screencasts gut um Bedienungs-, Installations- oder allgemeine Arbeitsschritte eines (Software-)Programms zu erklären. Dadurch, dass im Screencast alles Schritt für Schritt vorgemacht wird, sieht der Nutzer vor dem Bildschirm genau, wohin er mit der Maus navigieren und klicken muss. Noch besser ist es, wenn Sie die visuellen Schritte auch auf der Audiospur erklärend ergänzen.

Screencasts sind so lang wie erforderlich, sollten aber nicht länger als zehn Minuten sein. Sollte sich etwas nicht in diesem Zeitrahmen erläutern lassen, können Sie einen Screencast in mehrere Videos unterteilen.

Tool-Tipp: Als kostenlose Variante ist „Jing“ eine gute Software. Bekannte kostenpflichtige Screencastprogramme sind beispielsweise Camtasia oder Adobe Captivate, die aber auch für einen kurzen Zeitraum gratis getestet werden können.


3. Tutorials – Erklärungen Auge in Auge

Bei einem Video-Tutorial erklärt ein Experte dem Zuschauer etwas. Meistens schaut die Person frontal in die Kamera während sie spricht. Es gibt jedoch Beispiele, in denen ein Vorgang (z. B. die Gestaltung eines Kuchens) im Bild ist und der Zuschauer die Person bis auf ihre Hände nicht sieht. Tutorials kann jeder mit ein bisschen Geschick und der nötigen Technik gut Zuhause machen. Sie sind die im Medienkompass am häufigsten verwendeten Videos.

Hier ein Beispiel aus dem Medienkompass zu Thema „Filmen mit dem Handy„:

Tool-Tipp: Zum Filmen eignet sich wie oben beschrieben oftmals Ihr Handy anstatt einer Kamera. Zum Schneiden (und zum nachträglichen Vertonen) gibt es verschiedene kostenlose Schnittprogramme.


Klappe – und Action!

Die Begriffe Erklärvideo und Tutorial sind nicht klar definiert. Häufig wird beides synonym verwendet. Lassen Sie sich davon nicht durcheinanderbringen. Und jetzt: An die Kamera, fertig, los!

Autorinnen: Lena König und Lisa-Marie Grimmer


Quellen:
https://transfer-politische-bildung.de/fileadmin/user_upload/Handreichung_Video-Tutorials.pdf
http://www.videomarketingstrategien.com/enzyklopaedie/wasist_erklaervideo_definition/
http://stiftungbrandenburgertor.de/wp-content/uploads/2015/07/Bilderbilden_Wolf_Bildungspotenziale-von-Erkl%C3%A4rvideos-und-Tutorials-auf-YouTube.pdf
http://www.itwissen.info/Screencast-screencast.html
https://magazin.sofatutor.com/lehrer/2015/04/30/anleitung-fuer-die-erstellung-eines-screencast-videos/
https://www.webdesign-seo-agentur.de/news/erklaervideos-kundenfang-der-generation-goldfisch-artikel-9924/
https://kommunikation-mittelstand.digital/content/uploads/2017/06/Leitfaden-Erklaervideos.pdf
https://www.erklaervideo.com/screencasts-als-erklaervideos/
http://www.werbung-marketing-pr.com/die-vor-und-nachteile-von-erklaervideos/


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