3 Gründe warum Kinder „Filme machen“ lernen sollten

Kinder lieben Filme – das Medium ist Teil ihrer Lebenswelt & nicht mehr wegzudenken. Deswegen sollten Kinder selbst Filme machen.

Filme kennen zu lernen und selbst zu filmen ist für Kinder wichtig, um ein Verständnis für Filme zu entwickeln

Kinderreporter bei der Arbeit © ktsdesign | fotolia.com / Ronny Schönebaum

1. Kinder können Medien durchschauen

Oft glauben Kinder alles, was im Film passiert. Deswegen ist es wichtig, dass sie medienkundig und medienkritisch sind:

„Welche Tricks gibt’s bei Filmen?“
„Wie kann es sein, dass ein einzelner Schauspieler plötzlich doppelt im Bild zu sehen ist?“
„Wo ist der Gegenstand, der gerade noch im Bild zu sehen war?“

Durch die Aufdeckung von Filmmanipulationen und -tricks, lernen Kinder einen kritischen Blick auf das Medium Film/Fernsehen. Oft sind Kinder von den Tricks fasziniert und möchten selbst aktiv werden und die Tricks in ihrer eigenen Filmproduktion ausprobieren.

2. Kinder werden sicher im Umgang mit Technik

Kinder des 21. Jahrhunderts wachsen mit Medien auf und sind besonders medienaffin. Apps und andere Programme werden zunehmend einfach gestaltet. Bereits Zweijährige sind in der Lage mit Tablet und Smartphone umzugehen.
Einen Computer mit Tastatur und Maus bedienen fällt vielen Kindern dafür zunehmend schwerer – so auch bei klassischen Videokameras, Fotoapparaten und Mikrofons.

Aus diesem Grund ist es wichtig, die Kinder frühzeitig mit verschiedenster Technik vertraut zu machen, damit diese die Technik und Medien richtig nutzen können. Nur so ist es Kindern möglich, aktiv an einem Film mitzuarbeiten.

Kinder sollten also unbedingt mit der Technik und den Einstellungen vertraut gemacht werden, da zudem auch:

  • ihre Kreativität und gestalterischen Fähigkeiten ausgebaut werden
  • ein Verantwortungsbewusstsein übernommen wird
  • Teamgeist und ein Gemeinschaftsgefühl entsteht, welches…
  • …ein Erfolgserlebnis durch Teamarbeit und persönliche Einbringung schafft
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3. Kinder erweitern Sozialkompetenz und Selbstbewusstsein

„Ich will gar nicht mehr aufhören zu interviewen“, ruft Johanna, 10 Jahre alt, nach ihrer Reporterinnen-Tätigkeit. Ihre Mutter ist erstaunt, zu Hause nimmt Sie Ihre Tochter anders wahr. Eher schüchtern im Umgang mit (fremden) Erwachsenen.
Johanna und andere Kinder, die im November/Dezember zu Kinderreportern ausgebildet wurden, wollen jetzt ReporterIn oder FilmemacherIn werden.

„Wie spricht man mit Erwachsenen?“
„Wie stelle ich mich vor?“
„Was sind offene und geschlossene Fragen?“

Das alles können die Kinder nach nur einem Workshop beantworten. Sie alle haben innerhalb von 4 Wochen eine enorme Kompetenzerweiterung erlangt, indem sie vor und hinter der Kamera aktiv waren. Kinder sollten also unbedingt Filme machen, da so:

  • das Selbstbewusstsein gestärkt wird (z.B. durch Moderationen vor der Kamera)
  • die Ausdrucksfähigkeit erweitert wird (z.B. Wie stelle ich mich vor fremden Menschen vor, was sage ich, wie drücke ich mich aus)
  • die Kommunikations-, Zuhör- und Sprechkompetenz (z.B. fördert Sicherheit und Mut bei Referaten, Vorträgen und Prüfungen in der Schule)

Kaum ein Erwachsener ist so erfinderisch wie ein Kind! Mit der richtigen Einführung in das Medium Film/Fernsehen und durch das Kennenlernen der Technik, erweitern Kinder viele persönliche Kompetenzen und erstellen spannende eigene Filmergebnisse.

Autorin: Nadja Schienke

 

Lust einen eigenen Film zu drehen? Film einreichen bei Filmwettbewerb Goldene Gans 2017

Kinder- und Jugendgruppen aus Baden-Württemberg bis einschließlich 18 Jahre (Altersschnitt ohne Betreuungsperson) können beim Filmwettbewerb „Goldene Gans“ ihren eigenen Film passend zum Motto „Mut zur Veränderung“ im Kino zeigen und tolle Preise gewinnen. Einsendeschluss ist der 12. Mai 2017. Alle Informationen und Teilnahmevoraussetzungen zum Wettbewerb unter www.goldene-gans-filmpreis.de

 


Anstatt einen Film zu drehen, kann man sich auch theoretisch mit dem Thema auseinandersetzen:

Warum auch die Filmanalyse viele Vorteile für die Bildung von Kindern bereithält erfahren Sie hier:

Lesermeinung: Filmanalyse mit Kindern und Jugendlichen


Seminar-Tipps: Filme einfach selber produzieren

 

Alexandra Schwarz
Hallo, ich bin Assistentin im Bereich Medien und Bildung und schreibe über verschiedene medienpädagogische und medientechnische Themen.
Alexandra Schwarz

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